Fluffy

Aufverschlossen

Türen

Es ist März, genauer: Bald beginnt das Frühjahr. Und jeden Tag werfe ich einen Blick auf den Wetterbericht, ob es nicht allmählich mal an der Zeit ist…

…den Blechknabberer auszuprobieren, die Dämmung zu verkleben, den Boden zu verlegen, die Wände zu verkleiden, die Solarmodule anzubringen, die Stromabnehmer zu verkabeln, …

Es ist März, genauer: Bald beginnt das Frühjahr. Und pünktlich zum Frühlingsbeginn, denke ich, ist es auch so weit: Ich werde meine ersten Handgriffe tun. Nicht allzu viele, dafür mach ich das alles wieder viel zu kompliziert 🙂

Aber ein paar.

Ich werde den Blechknabberer ausprobieren und ich werde mit der Dämmung anfangen. Viel mehr werde ich wahrscheinlich nicht tun, auch wenn diese Vorgehensweise nicht sonderlich effizient ist, weil ich dafür ca 350km Fahrt auf mich nehme. Wegen einer Steckdose 😀

Aber ich freu mich ja, Fluffy auch mal zu fahren. Und Fluffy freut sich auch.

Die Fluffykiste

Also packe ich heute meine Kiste. Meine Fluffykiste, da kommt alles rein:

  • USB-Adapter für Zigarettenanzünder
  • Handyhalterung für Lüftungsschlitze
  • Mappe mit CDs
  • Die Kärtchen meiner Versicherung
  • Mein Fahrzeugschein
  • Die Nummern vom ADAC
  • Starthilfepowerbank
  • Nothammer
  • Magnete
  • Blechknabberer
  • Arbeitshandschuhe
  • Einweghandschuhe
  • Kartuschenpresse
  • Kabelbinder
  • Holzschrauben
  • Bohrmaschine
  • Bohrer
  • Stichsäge
  • Sägeblätter
  • Holzfeilen
  • Nietmutternzange
  • Nietmuttern
  • Holzschrauben
  • Wasserwaage
  • Maßband
  • Werkzeugkasten
  • Umzugsdecken
  • Schleifpapier
  • Schleifaufsatz für Bohrmaschine
  • Lochsägeaufsatz für Bohrmaschine
  • Winkel
  • Silikon
  • Klebeband
  • Schutzbrille
  • Dämmstoffmesser
  • Teppichmesser

Also, um das ganze etwas abzukürzen: Ich packe einfach alles ein. Die Wahrheit ist: Ich packe 2 Kisten. Zwei nicht besonders leichte Kisten 🙂

Und während ich diese Kisten packe, ist mir natürlich klar, dass das absoluter Blödsinn ist. Dass ich – wahrscheinlich – die Bohrmaschine und den Blechknabberer brauche, das Teppichmesser, eventuell das Dämmstoffmesser, die Stichsäge, vielleicht ein bisschen Klebeband. Und das wars dann auch schon, so, mehr oder weniger.

Allerdings fahre ich eben auch 350km und Fluffy hat jede Menge Laderaum. Ich habe lieber zu viel dabei als zu wenig. Und wirklich viel Werkzeug besitze ich ohnehin nicht.

Der Frühjahrsputz

Dann fahren Tim und ich gemeinsam zu Fluffy und wollen sie bei der Gelegenheit auch gleich ein bisschen putzen.

Also, um genau zu sein: Tim besteht darauf. Ich bestehe nicht darauf, ich denke, dass ich Fluffy ja bald in die Nähe eines Wasseranschlusses und einer Steckdose fahren werde und ich sie dann auch genauso gut einfach dort putzen kann.

Aber wie gesagt: Tim besteht darauf.

Also gießen wir etwas Mineralwasser und Allzweckreiniger in einen Eimer und fangen einfach schon mal an. In der Fahrerkabine das Gröbste wegzuwischen. Hat auch ganz gut geklappt, also, wenigstens das Wasser wurde ziemlich bald ziemlich schwarz 😀

Aber Fluffy sah dann auch wirklich schon besser aus.

Das Türdebakel

Danach holen wir die Kisten, die wollen wir gerne in den Laderaum stellen. Dazu möchte ich gerne… die Schiebetür öffnen. Aber: Es. Geht. Nicht.

So sehr ich es auch probiere: Es. Geht. Nicht.

Ums Verrecken nicht.

Das ist neu.

Schlussendlich gibt Tim sich geschlagen (ich will weiterhin mit meinem Kopf durch die Wand. Denn ich bin es gewohnt, dass dort eine Tür sein muss. Ja, genau, diese!) und geht einmal ein paar Schritte weiter. Zur Heckflügeltür. Macht sie auf, betritt den Laderaum von hinten, öffnet die Schiebetür von innen.

Das funktioniert wunderbar.

Wir schließen die Tür wieder, versuchen sie von außen zu öffnen: Das. Geht. Nicht.

Irgendwas ist da mit dem Griff und: Das ist neu.

Kopfschüttelnd stehe ich vor Fluffy und mir fällt dazu wirklich nur ein:

Fluffy ist eine störrische alte Dame. Fluffy ist eigen. Fluffy ist nicht sehr aufgeschlossen.

Aufverschlossen

Ich fasse also mal zusammen:

  1. Ich habe eine Fahrertür, die sich nur mechanisch auf- und abschließen lässt
  2. Ich habe eine Beifahrertür, die nicht geöffnet stehen bleibt (sie fällt permanent von alleine zu, was bedeutet: Beim Autoputzen tritt Fluffy einem ständig in den Arsch 😀 )
  3. Ich habe eine Heckflügeltür die sich nur von außen öffnen lässt
  4. Und nun habe ich eine Schiebetür, die sich nur von innen öffnen lässt. Das ist neu.

Was soll mir da mehr zu einfallen als: Fluffy, echt jetzt?

Oder auch: Fluffy ist eigen. Dafür präge ich doch gleich ein neues Wort: Eigenartig aufverschlossen. Was – wenn ihr mich fragt – irgendwie zu einer Unart ausartet.

Ach, ja, doch, eins weiß ich noch: Mehr sollte an den Türen jetzt aber wirklich nicht kaputt gehen.

 

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